Geschäftsstelle: Vallstedter Weg 114A, 38268 Lengede, Deutschland | Tel.: +49 (0) 5344 - 80 33 70 | Fax: +49 (0) 5344 - 80 33 71 | gst@gsaam.de
Sie sind hier:News
16.08.2009
Herz-Kreislauf, News

Männer leben gefährlicher als Frauen

Schlagworte: Angina Pectoris

 

Männer mit Angina pectoris erkranken einer Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt  zufolge doppelt so häufig an einem Herzinfarkt wie Frauen. Das kardiale Sterberisiko war sogar drei Mal höher. Forscher von der National University of Ireland in Galway haben die Daten von 40 Behandlungszentren aus Schottland ausgewertet. Dort ist die Prävalenz der Angina pectoris mit 6,6 Prozent der Männer und 5,6 Prozent wesentlich höher als in den anderen Ländern der britischen Inseln. Die Angina pectoris ist oft die erste Manifestation einer koronaren Herzkrankheit. Es überrascht nicht, dass viele der im Durchschnitt 62 Jahre alten Patienten in den folgenden fünf Jahren einen Herzinfarkt erlitten. Eine Angina pectoris war mit einem 8,8-fach erhöhten kardialen und einem 4,2-fach erhöhtem allgemeinen Sterberisiko assoziiert. Erwartungsgemäß erwiesen sich Rauchen, Adipositas und ein früherer Schlaganfall als wichtige kardiale Risikofaktoren. Erstaunlich war nun, dass auch ein männliches Geschlecht ein signifikanter Risikofaktor war. Vertreter des „starken“ Geschlechts mit Angina pectoris erlitten doppelt so häufig einen Herzinfarkt, starben fast dreifach häufiger an den Folgen der ischämischen Herzkrankheit, und auch die Gesamtsterblichkeit war um 82 Prozent erhöht. 

 

Quelle:  BMJ 2009; 339: b3058 – www.aerzteblatt.de