Geschäftsstelle: Vallstedter Weg 114A, 38268 Lengede, Deutschland | Tel.: +49 (0) 5344 - 80 33 70 | Fax: +49 (0) 5344 - 80 33 71 | gst@gsaam.de
Sie sind hier:News
29.09.2009
News

Facelift kann Erleichterung bringen

 

Die chirurgische Entfernung der Kopfschmerztrigger im Gesicht hat in einer Studie mehr als die Hälfte der Patienten vor weiteren Migräne-Kopfschmerzen geschützt. Die Idee für die Operation entstand bei einem amerikanischen Chirurgen, weil ihm immer wieder Patientinnen dafür dankten, dass das Facelifting (Rythidectomie) nicht nur ihr Aussehen verbessert, sondern auch die Migränekopfschmerzen beseitigt hätte. Es waren die gleichen Patientinnen, bei denen auch eine Botox-Therapie wirksam war. Bei der Botulinumtherapie werden einzelne Muskeln der mimischen Muskulatur vorübergehend paralysiert. Nach einer Hypothese verhindert dies, dass die Kontraktion dieser Muskeln die Fasern der Trigeminusnerven reizen, was an empfindlichen Stellen, den Triggerpunkten, die Kopfschmerzattacken auslösen soll. In den meisten Fällen befinden sich die Triggerpunkte auf der Stirn, so dass die Operation technisch einem oberen Facelift gleicht. Es werden jedoch zusätzlich Teile der mimischen Muskulatur entfernt oder deaktiviert. Wurden 2005 die Ergebnisse noch mit einer unbehandelten Kontrolle verglichen, so führten die Ärzte dieses Mal in der Kontrollgruppe eine Scheinoperation durch. Mehr als die Hälfte der Patienten (57 Prozent) berichteten, dass sie im folgenden Jahr keine Migränekopfschmerzen mehr gehabt hätten. Nach einer Scheinoperation waren es nur vier Prozent.

Quelle: Plastic and Reconstructive Surgery 2009; 124: 461-8 - Pharmacotherapy. 2009; 29: 784-91- www.aerzteblatt.de, 03.09.2009