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29.09.2009
Gehirn/Demenz, News

Geringeres Risiko in einer festen Partnerschaft

Schlagworte: Demenz, Lebensstil

 

Mit steigender Lebenserwartung wird die Demenz in den westlichen Industrieländern zum Gesundheitsproblem Nr. 1. Derzeit haben etwa 15 Prozent der 80-Jährigen und 25 Prozent der über 85-Jährigen eine Demenz, wobei Morbus Alzheimer mit Abstand die führende Diagnose ist. Bei eingeschränkten therapeutischen Möglichkeiten und vermuteten Zusammenhängen zwischen dem Lebensstil hat man nun untersucht, wie sich eine stabile Partnerschaft im mittleren Lebensalter auf die spätere Entwicklung einer Demenz auswirkt. Die jetzt erhobenen Daten zeigten, dass Personen, die im mittleren Lebensalter von etwa 50 Jahren in einer festen Partnerschaft lebten, im Vergleich zu allen anderen Kategorien (ledig, getrennt lebend oder verwitwet) ein signifikant niedrigeres Risiko hatten, im Alter zwischen 65 und 79 Jahren eine kognitive Beeinträchtigung zu entwickeln. Verwitwete oder Geschiedene im mittleren Lebensalter waren mit einem dreifach so hohen Risiko für eine demenzielle Entwicklung belastet wie Verheiratete oder in fest fester Partnerschaft lebende Personen.

Quelle: Brit. Med. J, 2209; 339:b2462 – MMW Fortschr. der Medizin Nr. 37 / 2009