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29.09.2009
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Tiefer, guter Schlaf ist wichtig

 

Nach Daten epidemiologischer Studien haben etwa neun bis 13 Prozent der Bevölkerung eine chronische Insomnie. Das bedeutet: Sie haben seit mindestens einem Monat Ein- oder Durchschlafstörungen und die Tagesmüdigkeit als Folge der Schlafstörungen beeinträchtigt ihren Alltag klinisch signifikant. Die meisten Patienten mit chronischer Insomnie leiden jedoch seit mindestens einem Jahr. Solche langfristigen Schlafstörungen bleiben nicht ohne Gesundheitsfolgen: In Studien war das Risiko für Depressionen sowie für Herz- und Hirninfarkte bei chronischer Insomnie deutlich erhöht. Nach neuen Daten ist besonders der Tiefschlaf wichtig. Tiefschlaf tritt bei ungestörter Nachtruhe vor allem in der ersten Nachthälfte auf. Danach werden die Tiefschlafphasen kürzer und seltener, dafür häufen sich Phasen leichteren Schlafs und REM-Traumschlaf. Nach Angaben von Forschern von der TU München ist der Tiefschlaf besonders wichtig fürs deklarative Gedächtnis - also etwa um Vokabeln, Fakten oder Jahreszahlen zu behalten. Dagegen werden prozedurale Lerninhalte wie manuelle Fertigkeiten und Gewohnheiten, aber auch stark emotional gefärbte Informationen, vor allem im REM- oder Traumschlaf verfestigt. Obwohl der Tiefschlaf so bedeutsam ist, bekommt längst nicht jeder genug davon. So nimmt im Alter außer dem Traumschlaf auch der Tiefschlaf ab, übrig bleiben vor allem die mittleren, leichteren Schlafstadien. Die Verringerung des Tiefschlafs ist bei Männern noch deutlicher ausgeprägt als bei Frauen. Was viele nicht wissen: Nicht nur Kaffee, auch der oft als Einschlafhilfe genutzte Alkohol stört den Tiefschlaf. Und Benzodiazepine oder Benzodiazepin-Rezeptor-Agonisten, die als Schlafmittel verwendet werden, können den Tiefschlaf ebenfalls beeinträchtigen.

Quelle: veröffentlicht: www.aerztezeitung.de, 02.06.2009