Erhöhtes Frakturrisiko durch frühen Therapieabbruch
Schlagworte: OsteoporoseFrauen mit Osteoporose erkennen zwar den Ernst ihrer
Erkrankung, eine große Anzahl setzt aber die Medikamente ab, weil die Betroffenen den
Vorteil der Behandlung nicht erkennen. Ein frühzeitiger Therapieabbruch führt bei
Patientinnen zu einem erhöhten Frakturrisiko und damit verbundener Arbeitsunfähigkeit,
eingeschränkter Selbständigkeit und erhöhter Mortalität. Eine paneuropäische Studie mit 500
befragten Ärzten und 500 Patientinnen, die kürzlich von der International Osteoporosis
Foundation (IOF) präsentiert wurde, hatte das Ziel zu erkunden, warum viele Frauen mit
Osteoporose die Behandlung abbrechen. 34 % gaben an, entweder nicht zu wissen, welche
Vorteile eine Behandlung bringt bzw. dass diese überhaupt keine Vorteile hätte. Drei Fünftel
der befragten Patientinnen meinten, dass die Hervorhebung der positiven Ergebnisse einer
Behandlung und das Wissen, etwas für sich zu tun, die größte Motivation für eine konsequente
Therapie darstelle. Dagegen legten 41 % der Ärzte das Hauptaugenmerk auf die Erklärung der
Risiken und Frakturkomplikationen ohne einer Therapie. Die International Oesteoporosis
Foundation will daher künftig noch stärker das Problembewusstsein, die Vorsorge und
Früherkennung sowie eine verbesserte Behandlung von Osteoporose
fördern.
Quelle: International Osteoporosis Foundation (IOF), 07.06.05


