Geschäftsstelle: Vallstedter Weg 114A, 38268 Lengede, Deutschland | Tel.: +49 (0) 5344 - 80 33 70 | Fax: +49 (0) 5344 - 80 33 71 | gst@gsaam.de
Sie sind hier:NewsArchiv
01.06.2005
News

Hoher Blutdruck durch Hormone?

Schlagworte: Hormone

 

Männliche Geschlechtshormone beeinflussen die Salzausscheidung in den Nieren und nehmen

 

so möglicherweise Einfluss auf den Blutdruck. Dies zeigte der Forscher Dr. med. Marcus

 

Quinkler aus Berlin in wissenschaftlichen Untersuchungen. In den ersten Lebensjahren haben

 

Jungen und Mädchen noch den gleichen Blutdruck. Nach der Pubertät ist der Druck in den

 

männlichen Arterien dann etwas höher als bei Frauen. Diese geschlechtsspezifischen

 

Unterschiede sind – neben anderen Faktoren – mitverantwortlich dafür, dass Männer im

 

späteren Leben häufiger als Frauen an Bluthochdruck und den Folgen wie Herzinfarkt oder

 

Schlaganfall erkranken.

Die Ursachen vermutet Dr. Quinkler de Berliner Charité in den

 

Nieren, die für die Regulierung des Blutdrucks von großer Bedeutung sind. Die

 

Nierenkanälchen – so genannten Tubuli – bereiten den Urin auf. Dies geschieht durch Pumpen

 

in der Zellwänden. Sie befördern Natrium – zusammen mit Chlorid, ein Bestandteil von

 

Kochsalz – aus dem Urin wieder ins Blut zurück. Mit dem Salz wird dem Harn auch Wasser

 

wieder entzogen: Die Blutmenge erhöht sich und der Blutdruck steigt.

Für seine

 

Arbeiten wurde der Internist kürzlich mit dem Schoeller-Junkmann-Preis der Deutschen

 

Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) ausgezeichnet.



Quelle: Deutsche

 

Gesellschaft für Endokrinologie, Mai 2005