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01.08.2005
News

Frühsymptome schon Jahre vor der Diagnose

Schlagworte: Alzheimer

 

Schon Jahre vor der eigentlichen Diagnose zeigen spätere

 

Alzheimer-Patienten Frühsymptome, die auf die Krankheit hinweisen. Dies berichteten jetzt

 

Wissenschaftler um Lars Bäckman vom Karonlinska Institute und dem Stockholm Gerontology

 

Research Center in der Zeitschrift Neuropsychology (2005; 19(4):520-531). Forscher des Max

 

Planck Instituts für Bildungsforschung, Berlin, und der School of Aging Studies der

 

University of South Florida, haben sich an der Studie beteiligt. Die Wissenschaftler

 

werteten in einer Metaanalyse 47 Studien zur Alzheimer-Demenz aus, die zwischen 1985 und

 

2003 erschienen sind und beurteilten dabei Daten von 1.207 Patienten, die später die

 

Krankheit entwickelten und 9.097 Patienten, die nicht an Alzheimer erkrankten. Die späteren

 

Alzheimer-Patienten zeigten durchweg bereits in der präklinischen Phase Defizite ihrer

 

kognitiven Fähigkeiten, ihrer Auffassungsgabe und – in geringerem Maße – der Sprache und

 

Aufmerksamkeit. Die Wissenschaftler folgern daraus, dass in sehr frühen Phasen der Krankheit

 

– vor der eigentlichen Diagnose – bereits verschiedene Regionen des Gehirns betroffen und

 

ihre Funktionen beeinträchtigt sind. Die schwedischen Forscher wollten mit ihren

 

Untersuchungen auch dazu beitragen, die Alzheimer-Diagnose möglichst früh stellen zu können,

 

um so auch früher mit der Therapie zu beginnen. Dies ist jedoch offenbar schwierig: “Die

 

Defizite in der präklinischen Phase der Alzheimer-Erkrankung sind zwar sichtbar, sie

 

unterscheiden sich jedoch nicht qualitativ von Einschränkungen aufgrund des normalen

 

Alterungsprozesses”, so Bäckman. Bei den späteren Alzheimer-Patienten seien die Defizite

 

allenfalls tendenziell stärker.



Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 2. August

 

2005