Keine “Modeerkrankung”
Schlagworte: Osteoporose“Osteoporose verdient die gleiche Aufmerksamkeit wie Herzinfarkt oder Diabetes”, fordert
Prof. Helmut Minne, ärztlicher Direktor der Rehaklinik Fürstenhof in Bad Pyrmont. Minne weht
sich gegen Versuche, Osteoporose als Modeerkrankung abzustempeln. Die wachsende
Patientenzahl sei vielmehr auf die höhere Lebenserwartung zurückzuführen. Innerhalb von drei
Jahren sind nach seinen Angaben die Kosten für die stationäre Behandlung von
Osteoporosepatienten in Deutschland um ein Drittel auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen. Eine
durchgehende Behandlungskette für Patienten mit Osteoporose streben daher drei Kliniken und
die AOK in Niedersachsen an. Ziel ist es, den Patienten wieder ein schmerzfreies Leben zu
ermöglichen und die Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder hinauszuzögern. Auch die bislang
hohe Zahl von Patienten, die innerhalb eines Jahres einen erneuten Bruch erleiden, soll
gesenkt werden.
Quelle: Ärzte-Zeitung vom 21. Juli 2005


