Längeres Leben durch körperliche Fitness
Schlagworte: FitnessDie Leistungsfähigkeit auf dem Ergometer ist ein wichtiger Hinweis
für die kardiovaskuläre Prognose. Ein jetzt im New England Journal of Medicine (2005; 353:
468-75) vorgestelltes Nomogramm erlaubt Kardiologen erstmals eine altersabhängige
Einschätzung der körperlichen Fitness von Frauen. Martha Gulati und Mitarbeiter von der
Northwestern University in Chicago untersuchten hierzu 5.721 gesunde Frauen auf dem
Ergometer. Der wichtigste Parameter für die körperliche Fitness ist das metabolische
Äquivalent (MET). 1 MET entspricht dem Sauerstoffverbrauch in vollkommener Ruhe. Beim
gesunden Erwachsenen sind dies etwa 3,5 ml pro Kilogramm Körpergewicht in der Minute. Eine
gesunde 60-jährige Frau schafft, wenn sie hundertprozentig fit ist, etwa sieben MET. Frauen,
die nur 85 Prozent ihres altersentsprechenden Normalwertes erreichten, hatten ein zweifach
erhöhtes Sterberisiko. Eine ähnliche Assoziation wurde auch in einer zweiten Kohorte von
4.471 Frauen gefunden, die aufgrund kardiovaskulärer Beschwerden einen ergometrischen Test
durchführen ließen. Auch hier war der Abfall der Fitness auf 85 Prozent in etwa mit einer
Verdoppelung des Sterberisikos verbunden.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 4.
August 2005


