Sexualleben im Alter
Schlagworte: Erektile DysfunktionMehr als 70 Prozent der über 65-jährigen Männer sind sexuell noch aktiv, davon
allerdings mehr als 40 Prozent mit ihrem Sexualleben nicht zufrieden. Eine normale Erektion
hängt größtenteils von einem einwandfrei funktionierenden zentralen und peripheren
Nervensystem und intakter Gefäßwände im Penis ab. Bei vielen Männern liegt jedoch nicht nur
eine isolierte erektile Dysfunktion vor, sondern diese ist Symptom einer systemischen
Erkrankung. Chronische Erkrankungen wie koronare Herzkrankheiten, Diabetes mellitus oder
andere Faktoren wie Nikotin schädigen sowohl das Nervensystem als auch die Gefäße und haben
einen negativen Einfluss auf die endokrinen Funktionen und das Bindegewebe im Penis. Zur
Behandlung der erektilen Dysfunktion beim älteren Mann gibt es inzwischen zahlreiche
nicht-invasive Behandlungsmethoden: Phosphodiesterase-Inhibitoren wie Sildenafil, Tadalafil
und Vardenafil, aber auch eine Testosteronsubstitution kann hilfreich
sein.
Quelle: Journal American Geriatrics Society 53 (2005)
119-130


