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01.09.2005
News

Gefährlich: KHK und dicker Bauch

Schlagworte: Koronare Herzkrankheit

 

Je dicker jemand mit stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) ist, desto schlechter ist dessen Prognose. Das haben Studienärzte der bekannten HOPE-Studie nun mit einer weiteren Datenanalyse bestätigt. HOPE steht für "Heart Outcomes Prevention Evaluation". Vor allem die abdominale Adipositas ist bei Männern und Frauen der Analyse zufolge mit einem erhöhten Herzinfarkt- und Sterberisiko behaftet, so Dr. Gilles R. Dagenais aus Ste-Foy in Kanada und seine Kollegen im "American Heart Journal" (149, 2005, 54). Der Body Mass Index (BMI) allein sagt wenig über die individuelle Gefährdung aus. Erst im Zusammenhang mit dem Taillenumfang und des Verhältnisses von Taillen- zu Hüftumfang können eindeutige Prognosen abgegeben werden. Mehr als 6.600 Männer und fast 2.200 Frauen mit stabiler KHK waren in der HOPE-Studie 4,5 Jahre lang behandelt und nach beobachtet worden. Verglichen mit einem BMI von weniger als 25 kg/m2 hatten Menschen mit Werten von mehr als 29 kg/m2 20 Prozent mehr Herzinfarkte. Taillenumfänge von über 98 cm bei Frauen und 103 cm bei Männern waren unabhängige Prädiktoren für signifikant mehr Herzinfarkte und kardiovaskulär bedingte Todesfälle. Außerdem waren sie mit einer um 17 Prozent erhöhten Gesamtmortalitätsrate verbunden. Das Risiko für eine Herzinsuffizienz war im Vergleich zu einem normalen Bauchumfang um 38 Prozent erhöht.

Quelle: Ärzte-Zeitung vom 29.08.05