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01.09.2005
News

Geschlechtshormone beeinflussen Schmerzen

Schlagworte: Hormone

 

Italienische Forscher haben neue Belege für die These gefunden, dass die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron die Schmerzwahrnehmung beeinflussen: Männer, die im Rahmen einer Geschlechtsumwandlung weibliche Hormone bekommen, entwickeln sehr häufig chronische Schmerzen. Andererseits berichten Frauen, die sich für eine Geschlechtsumwandlung entschieden haben, während der dafür notwendigen Testosteronbehandlung über eine deutliche Besserung bestehender Schmerzen. Das berichtet der Online-Dienst des Fachmagazins “Nature”.

Diese Effekte unterstützen die bereits aus anderen Studien bekannten Effekte der Geschlechtshormone. Zum genauen Wirkmechanismus der Hormone gibt es bislang allerdings nur Theorien. So wird Testosteron, dem wichtigsten männlichen Hormon, eine schmerzdämpfende Wirkung zugeschrieben, die wahrscheinlich auf eine Hemmung der Schmerzweiterleitung im zentralen Nervensystem zurückgeht. Östrogene dagegen blockieren nach Ansicht vieler Wissenschaftler die Systeme, mit denen der Körper Schmerzen dämpft, und verstärken dadurch das Schmerzempfinden.

 

Quelle: ddp – Themendienst Wissenschaft vom 26.08.05