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01.06.2008
Ernährung, Gehirn/Demenz, News

Verhindert Grüner Tee Plaquebildung bei Parkinson und Alzheimer?

Schlagworte: Parkinson und Alzheimer, grüner Tee

 

Die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in grünem Tee kann möglicherweise den Prozess der Plaquebildung bei Parkinson und Alzheimer umkehren. Das haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch bei In-vitro-Versuchen festgestellt. Bei den Erkrankungen führt eine Fehlfaltung der Eiweiße zu gefährlichen Eiweißablagerungen. Sie sind für die Nervenzellen giftig und verursachen ihren Untergang. Proteinfehlfaltung gilt als Auslöser von Parkinson, der Alzheimer Krankheit und von Chorea Huntington. Die Substanz EGCG bindet direkt an die noch ungefalteten Eiweiße und verhindert damit, dass sich durch Fehlfaltung giftige, unlösliche Aggregate entwickeln können. „Zwar bilden sich dennoch Eiweißablagerungen, jedoch über einen anderen Mechanismus. Sie sind aber harmlos“, so die Forscher. Da EGCG an mehrere Proteine bindet, die ursächlich für verschiedene Proteinfehlfaltungserkrankungen sind, vermuten die MDC-Forscher, dass EGCG und ähnliche Substanzen für die Entwicklung von Medikamenten gegen degenerative Nervenerkrankungen sowie andere Krankheiten, bei denen sich Eiweißablagerungen bilden (Amyloidosen) geeignet sind. Die MDC-Forscher wollen nun klären, wie genau EGCG mit den schädlichen Aggregatvorstufen der Alzheimer Krankheit wechselwirkt.

 

Quelle: Nature Structural and Molecular Biology; doi 10.1038/nsmb.1437 – Ärzteblatt Online, 02.06.2008