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01.08.2008
Nahrungsergänzung, News

Wie wirksam ist Granatapfelextrakt?

Schlagworte: Entzündungen

 

Der Konsum von Granatapfelsaft hilft möglicherweise gegen chronische Entzündungen. Darauf weisen Wissenschaftler der Case Western Reserve University in Cleveland hin. Sie untersuchten die antiinflammatorische Wirkung des Getränks auf Kaninchen. Granatäpfel finden unter anderem bei der alternativen Therapie entzündlicher Erkrankungen Verwendung. Zwar konnten Versuche zeigen, dass Extrakte dieser Frucht auf isoliertes Gewebe antioxidant und antiinflammatorisch wirken, jedoch war bisher unbekannt, ob derselbe Effekt im lebenden Organismus durch gewöhnliche Nahrungsaufnahme auftritt. Dagegen sprechen unter anderem die geringe Aufnahme der relevanten chemischen Verbindungen, der mögliche Abbau derselben in Magen und Darm und die damit verbundenen geringen Konzentrationen im Blut. Für ihre Studie verabreichten die Wissenschaftler den Versuchstieren oral Granatapfelextrakt. Dieses entsprach dem Äquivalent von 175 Milliliter Granatapfelsaft. Direkt vor der Gabe und zwei Stunden danach entnahmen die Forscher zur Messung der Wirkung des Extrakts Blutproben. Sie stellten fest, dass nach Zufuhr des Extrakts entnommenen Proben unter anderem signifikant niedrigere Spiegel an Prostaglandin E2, Stickstoffmonoxid und Cyclooxygenase 2 aufwiesen. Die Studie zeigt somit nach Ansicht der Forscher klare Vorteile des Granatapfelkonsums, zumindest auf der Laborebene. „Die aktuelle Behandlung mit antiinflammatorischen Medikamenten kann bei Langzeitanwendung erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen könnten sicherlich von einer Erweiterung der Behandlung und täglichem Konsum von Granatapfelextrakt profitieren“, erklärte der Studienleiter: „Es muss auf diesem Feld weitergeforscht werden. Vor allem gilt es, die Absorption der oral zugeführten Substanzen im Blut genauer zu untersuchen.“

 

Quelle: Journal of Inflammation 2008; 5: 9 – www.aerzteblatt.de