Frauen ernähren sich gesünder
Schlagworte: ErnährungsgewohnheitenFrauen essen zwar genug Obst, aber immer noch zu wenig Gemüse. Die Nationale Verzehrstudie (NSV), die die Planung von Ernährungsstrategien für die Bevölkerung in Deutschland erleichtern soll, hat die zweite Auswertungsphase durchlaufen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass sich die Essgewohnheiten regional stark unterscheiden, z.B. der Verzehr von Streichfetten in den neuen und alten Bundesländern. Aber auch Geschlechtsunterschiede machen sich in der Ernährung bemerkbar. Beispielsweise essen Männer doppelt so viel Fleisch wie Frauen. Insgesamt liegen fast 90 Prozent der Studienteilnehmer mit ihrem Gemüseverzehr unter der empfohlenen Menge 400 g/T. Jedenfalls greift fast ein Drittel der Befragten zu Nahrungsergänzungsmitteln oder zu nährstoffangereicherten Medikamenten. Zur Datenerhebung hatte das Max-Rubner-Institut (www.mri.bund.de), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, fast 20.000 Menschen befragt.
Essgewohnheiten nach Geschlecht
| Männer | Frauen | Abweichung |
Alkoholische Getränke | 308 | 81 | - 74 |
Fleisch, Fleischerzeugnisse | 103 | 53 | - 48 |
Fette | 29 | 20 | - 31 |
Soßen und würzende Zutaten | 33 | 24 | - 27 |
Brot | 178 | 133 | - 25 |
Kartoffeln | 83 | 65 | - 22 |
Süßwaren | 55 | 48 | - 13 |
Milch, Milcherzeugnisse, Käse | 248 | 227 | - 9 |
Gemüse (ohne Saft), Pilze, Hülsenfrüchte | 112 | 129 | +15 |
Obst | 230 | 278 | +21 |
Quelle: Frauenarzt - Ausgabe 8/2008


