Auf das „Wie“ kommt es an
Schlagworte: Hormonersatztherapie, HormoneOb die Hormonersatztherapie bei menopausalen Frauen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergeht oder nicht, wird weitgehend davon bestimmt, wie die Hormone appliziert werden. Dies ergab eine dänische Beobachtungsstudie an nahezu 700.000 gesunden Frauen im Alter zwischen 51 und 69 Jahren, die von 1995 bis 2001 durchgeführt wurde. Insgesamt gab es bei den Hormonanwenderinnen nicht mehr Herzinfarkte als bei den nicht behandelten Frauen. Bei jüngeren Frauen (51-54 Jahre) war das Risiko jedoch im Vergleich zu Frauen ohne Hormonersatztherapie um 24 Prozent erhöht. Auch Frauen, die kontinuierlich Östrogen plus Progesteron einnahmen, hatten ein um 35 Prozent erhöhtes Infarktrisiko.
Wurden die Hormone zyklisch genommen, bestand hingegen sogar die Tendenz zu einem – im Vergleich zu unbehandelten Frauen – verringerten Infarktrisiko. Bei transdermaler oder vaginaler Applikation der Östrogene lag das Risiko sogar um mehr als ein Drittel niedriger.
Quelle: Eur Heart J 2008 doi:10.1093./eurheartj/ehn408 – MMW Fortschritte der Medizin


