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01.10.2008
Ernährung, Gehirn/Demenz, News

Kichererbsen und Sojabohnen gegen Schlaganfall

Schlagworte: Apoplexrisiko, Schlaganfall

 

Hülsenfrüchte könnten einer neuen Studie zufolge die Genesung von Schlaganfall-Patienten fördern. Isoflavonoide, die etwa in Sojabohnen und Kichererbsen vorkommen, steigerten die Funktion der Blutgefäße der Patienten. Das berichtet ein Forscherteam der Universität Hongkong. Die Mediziner verabreichten 50 Probanden zwölf Wochen lang täglich 80 mg Isoflavonoide als Nahrungsergänzungsmittel. Dies habe die Arbeit so genannter Endothelzellen in den Gefäßen von Patienten, die einen Hirnschlag erlitten hatten, erheblich verbessert. Endothelzellen erzeugen unter anderem Stickstoffmonoxid, das wichtig ist, um den Blutdruck zu steuern. Es sei noch nicht ganz geklärt, wie die Isoflavonoide diese Veränderungen auslösten. Der Naturstoff ahmt den Effekt des Hormons Östrogen nach, und dieses wiederum schützt vor Herzkrankheiten. Das könne eine mögliche Begründung sein, hieß es. In ihrer Studie hatten die Forscher vor allem eine entzündungshemmende Wirkung der Isoflavonoide bemerkt. Die Wissenschaftler überprüften ihre Ergebnisse, indem sie 52 weiteren Versuchsteilnehmern ein wirkstoffloses Scheinmedikament verabreichten.

Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass die zwölfwöchige Behandlung zu einem deutlichen Rückgang bei den CRP-Serumspiegeln führte. Die Autoren stellen jedoch auch fest: "Der Effekt der Behandlung mit Isoflavonoiden in unserer Studie ist vergleichbar mit Änderungen des Lebensstils, wie etwa Ausdauertraining." Eine ausgewogene Ernährung ist noch immer die oberste Priorität, um gesund zu bleiben. "Eine Ernährung mit höherem Soja-Gehalt könnte jedoch aufgrund der Isoflavonoide förderlich sein."

 

Quelle: European Heart Journal online – www.aerztezeitung.de vom 24.09.08