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01.11.2008
Altern, News

Hohe Vitamin-D-Konzentration wirkt gegen Verkürzung leukozytärer Telomere

Schlagworte: Alterungsprozesse

 

Aus einer britischen Studie geht hervor, dass sich die Verkürzung leukozytärer Telomere, die mit Alterungs- und Entzündungsvorgängen verbunden ist, durch höhere Vitamin-D-Konzentration abschwächen lässt. Vitamin D gilt als potenter Inhibitor der proinflammatorischen Antwort und vermindert dadurch den Turnover von Leukozyten. Die leukozytäre Telomerlänge (LTL) ist prädiktiv für mit dem Alterungsprozess verbundene Erkrankungen und nimmt mit jedem Zellzyklus und vermehrter Entzündung ab. Wissenschaftler der Abteilung für Zwillingsforschung und genetische Epidemiologie des King’s College in London untersuchten vor diesem Hintergrund, inwieweit höhere Vitamin-D-Konzentrationen den Abbau der LTL verhindern können. Bei 2.160 Probandinnen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren, Teilnehmerinnen an einer großen Zwillingsstudie, wurden die Serumspiegel von Vitamin D bestimmt. LTL wurde mit der Southern-Blot-Methode gemessen. Dabei zeigte sich, dass das Alter hochsignifikant negativ mit der LTL korreliert war. Hochsignifikant positiv assoziiert damit waren dagegen die Vitamin-D-Serumspiegel; diese Relation bestand auch noch nach Berichtigung im Hinblick auf Alter, Jahreszeit zum Zeitpunkt der Vitamin-D-Messung, Menopause-Status, Anwendung einer Hormonersatztherapie und körperliche Aktivität. Die LTL-Differenz zwischen den höchsten und den niedrigsten Vitamin-D-Tertilen betrug 107 Basenpaare, gleichbedeutend mit 5,0 Jahren Telomer-Alterung. Die Bedeutung dieser Differenz wurde unterstrichen durch die Beobachtung erhöhter CRP-Konzentrationen als Marker für systemische Entzündung.

Quelle: Am J Clin Nutr 2007; 86: 1420-1425 – Arzt & Prävention 4/5/2008