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01.12.2008
Krebs, News

Die Hormonexposition abschätzen

Schlagworte: Brustkrebs-Risiko

 

Zusammenhänge des Krebsrisikos mit der reproduktiven Biologie sind bekannt. Frühes Alter bei der Menarche, spätes Alter bei der Menopause, keine Geburten und spätes Alter bei der ersten Schwangerschaft erhöhen es. Die Zusammenhänge dieser Faktoren mit dem Hormonstoffwechsel sind allerdings nicht ganz durchsichtig. Als ein Index, der die Exposition gegenüber Ovarialhormonen widerspiegelt, wurde die lebenslange kumulative Zahl von Menstruationszyklen eingeführt. Eine niederländische Arbeitsgruppe suchte nach Korrelationen zwischen diesem Index und diversen Hormonspiegeln im Blut. Studienteilnehmer waren 860 Frauen mit natürlicher Menopause. Man fand eine Relation zwischen der Zyklen-Gesamtzahl und dem Spiegel des SHBG (sexualhormonbindendes Globulin): Je niedriger diese Zahl, desto höher der Spiegel. Der Informationswert der anderen Parameter war weniger klar. Aufgrund der Funktion des SHBG ist zu schließen, dass auch die freien Spiegel von Östrogenen oder Androgenen mit der Zykluszahl korrelieren. Wie das Brustkrebs-Risiko in der Postmenopause mit dem Einfluss der einzelnen Hormone zusammenhängt, bleibt aber weiterhin offen.

 

Quelle: Breast Cancer Res Treat 2008; 108: 101-102 – Gyn-Depesche 06/2008